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Moderne Methoden für erhöhte Erfolgsaussichten

Das Ziel einer Wurzelkanalbehandlung ist es, einen Zahn mit geschädigtem oder bereits abgestorbenem Nervengewebe zu erhalten.

Dabei sind allerdings fundiertes Fachwissen, Präzision auf kleinstem Raum und besondere Verfahren gefragt, denn die Wurzelkanäle eines Zahnes sind häufig sehr fein und verästelt. Unsere Praxis setzt daher eine Reihe qualitätssteigernder Verfahren und technischer Hilfsmittel ein. Diese erhöhen die Chance für den Zahnerhalt deutlich:

  • Dentalmikroskop mit 25-facher Vergrößerung zum Auffinden der mitunter haarfeinen Wurzelkanäle und präziseres Arbeiten.
  • Kofferdam-Abschirmung für eine möglichst bakterienfreie Behandlungsumgebung.
  • Elektronische Wurzellängenmessung zur genauen Ermittlung der Länge der Wurzelkanäle.
  • Maschinelle Aufbereitung mit gedrehten, hochflexiblen Nickel-Titan-Feilen (Twisted Files) zur besonders effektiven Reinigung der Kanäle.
  • Lasertechnik (Waterlase®-Laser) zur unterstützenden Desinfektion (Entfernung von Bakterien aus den Wurzelkanälen)
  • Thermoplastische Füllmethoden (mikroskopunterstützt, nach Schilder) für die möglichst vollständige, bakteriendichte Füllung selbst feiner Seitenkanäle. (Pfad Verlinkung: Wurzelbehandlung unter Verwendung des Dentalmikroskops, 5. Absatz folgende)

Dies sind Merkmale einer hochwertigen Behandlung, wie sie auch von entsprechenden Fachgesellschaften der Endodontie (das Fachgebiet der Wurzelkanalbehandlung) gefordert werden.

Wenn der Nervkanal gut gereinigt und für eine thermoplastische Wurzelfüllmasse aufbereitet werden kann, ist die Prognose selbst für kranke, stark zerstörte oder tote Zähne gut. Bei konventioneller Behandlung ohne Mikroskop wird ein Zahn nur nach elektronischer Längenmessung und röntgenologischer Kontrolle ohne direkte Sicht bis zur Wurzelspitze versorgt.

Werden feine Seitenkanäle und Querverbindungen übersehen, könnten darin verbleibende Gewebereste und Bakterien selbst Jahre nach der Behandlung zu einer erneuten Entzündung führen. In diesem Fall wäre eine weitere Wurzelkanalbehandlung (Revision) erforderlich.

Insbesondere dem Dentalmikroskop mit seiner bis zu 25-fachen Vergrößerung und optimalen Ausleuchtung des Behandlungsbereichs mittels LED-Licht kommt eine große Bedeutung für die Behandlungsqualität zu. Wir erkennen Strukturen, die das bloße Auge nicht sehen würde und können präziser, sorgfältiger und substanzschonender arbeiten.

Nur über ein Mikroskop kann direkt in das haarfeine Nerv-Kanalsystem hineingesehen werden und die Wurzelfüllung unter direkter Sicht vorgenommen werden. Ein Mikroskop verbessert bei der Behandlung das begrenzte Sehen des menschlichen Auges und leuchtet mit seiner Lichtquelle den Arbeitsbereich perfekt aus, sodass auch fein verzweigte Kanäle sichtbar und therapierbar werden.

Selbst beim Arbeiten über eine starke Lupenbrille mit Beleuchtung erscheint der Wurzelkanal ab dem oberen Drittel dunkel, d.h. der Zahnarzt kann sich nur über die Taktilität seiner Hände, über elektronische Längenmessgeräte und Röntgenbilder orientieren. Über ein Mikroskop können z.B. kleinste Krümel und Gewebereste im Wurzelkanal erkannt werden, was die Behandlung viel kalkulierbarer und für den Zahn sicherer macht.

Auch die Wurzelfülltechnik kann mikroskopunterstützt verlaufen, wie z.B. die thermoplastische Wurzelfülltechnik nach Dr. Schilder. Die Kombination aus mikroskopischer Behandlung und Wurzelfülltechnik führt letztlich zum gesteigerten Erfolg, denn nur über ein Mikroskop kann unter Sicht kontrolliert gearbeitet werden.

Lateralkondensation versus Schildertechnik

Bei der herkömmlichen sogenannten Lateralkondensation werden runde kautschukähnliche Guttaperchastifte in seitlicher Verdichtung in den Wurzelkanal gebracht. Die verbleibenden Hohlräume zwischen den Stiften werden mit Zement ausgefüllt. Die Anpassung (Adaptation) an den Wurzelkanal der nicht zum Wurzelkanalquerschnitt passenden bzw. kongruenten Guttaperchastifte erfolgte ebenso mit Zement. Die Wurzelfüllung ist sozusagen ein Konglomerat aus Zement und Guttapercha. Hingegen sind bei der Schildertechnik die Form des Wurzelinstrumentes und die Guttaperchaspitzen kongruent bzw. formgleich.

Konischer Wurzelkanal, flüssige Guttapercha

Bei der Aufbereitung unter dem Mikroskop bekommt der Zahnarzt mit speziellen Nickel-Titan-Instrumenten einen reproduzierbar konisch aufbereiteten Wurzelkanal. In diesen passen entsprechend konische Guttaperchaspitzen, die abdichtend ohne Zementspalträume eingefügt werden können. Die anschließende Erhitzung und Verflüssigung der Guttapercha erfolgt mit speziellen Geräten bis in die Tiefe der Wurzelspitze.

Sogenannte Hitze-Plugger verflüssigen die Wurzelfüllung bis in den Apex (Wurzelspitze). Wenn dann die Guttapercha im verflüssigten Zustand von oben mit Stopfinstrumenten komprimiert wird, kann sie bis in die tiefste Wurzelkanalanatomie, bis hin zu den tiefliegenden Seitenkanälen verpresst und gefüllt werden.

Bessere Prognose für den Zahn

Seitenkanäle sind mit der herkömmlichen Lateralkondensations-Technik eher nicht füllbar. Mit der Technik nach Dr. Schilder können diese hingegen abgedichtet werden, was die Prognose für den langfristigen Erhalt von wurzeltoten Zähnen erheblich steigert.

Allgemeine Vorteile der Mikroskopbehandlung

Vorteilhaft ist das Mikroskop in fast allen zahnmedizinischen Bereichen – denn man kann nur das behandeln, was man sieht. Insbesondere in der Wurzelkanalbehandlung, der Mikrochirurgie bzw. Parodontologie und bei der Versorgung mit Kronen, Brücken und Inlays eröffnet es neue Möglichkeiten.

Das Dentalmikroskop eröffnet dem Zahnarzt die Sicht in ungeahnte Dimensionen des zahnmedizinischen Mikrokosmos‘. Es macht viele Details von Zähnen, Kiefer und Weichgewebe oft überhaupt erst sichtbar.

Die Vorteile im Überblick:

  • Durch den Einsatz des Dentalmikroskops ist eine sehr präzise Behandlung möglich. Die Therapiequalität wird deutlich erhöht.
  • Es sind minimalinvasive, defektorientierte Behandlungen möglich, die die Zahnsubstanz, den Zahnhalteapparat, Weichgewebe und Knochen maximal schonen.
  • Die größere Darstellung verhindert in vielen Fällen, dass krankhafte Befunde übersehen werden.
  • Kronen, Brücken und Inlays können exakt präpariert werden. Unter anderem ist ein detailgenauer „Randschluss“ möglich – ein Qualitätskriterium zur Vermeidung von Randspaltkaries, von Entzündungen am Zahnfleischrand und für eine längere Haltbarkeit.
  • Die optische Vergrößerung trägt innerhalb der Parodontalchirurgie zu einer besseren Beurteilung und Behandlung der Ästhetik von Zähnen und Weichgewebe bei.

Sie haben Fragen dazu? Gern! Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.